Kinder kleben Buchstaben in BĂŒcher

Grundschule

Mit knapp sechs Jahren beginnt fĂŒr alle Kinder in Berlin die Schulpflicht. In der Grundschule gilt fĂŒr alle Kinder derselbe Berliner Rahmenlehrplan, auch fĂŒr blinde und hochgradig sehbehinderte SchĂŒler. ZusĂ€tzlich gilt der Rahmenlehrplan fĂŒr Blinde und Sehbehinderte, der ergĂ€nzenden Unterricht in Lebenspraktischen Fertigkeiten, MobilitĂ€ts- und Orientierungstraining sowie Schreib- und Lesetechniken vorsieht.

In der Schulanfangsphase (1. und 2. Jahrgangsstufen) können Kinder auch 3 Jahre verweilen, ohne dass das Schuljahr angerechnet wird, um ausreichend Raum fĂŒr das zeitaufwĂ€ndige blindentechnische Lernen zu schaffen.

Individuelle Förderung

Den Unterricht passen unsere Lehrerinnen und Lehrer stark an die BedĂŒrfnisse der einzelnen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler an, wobei pĂ€dagogische Ideen und Methoden von Maria Montessori, Rudolf Steiner und anderen einfließen.

Wir nutzen in verschiedenen FĂ€chern Rhythmik als Unterrichtsprinzip, um auf möglichst vielen unterschiedlichen Ebenen die SchĂŒler zu fördern.

Wir kombinieren lebensnahen Unterricht mit modernen Medien. So haben z. B. die SchĂŒler der Grundschule die Möglichkeit, mit dem Computerlernprogramm „TOM“ zu arbeiten. Mit „TOM“ können die SchĂŒler u.a. ihren Wortschatz erweitern, selbstĂ€ndig ihre Rechtschreibung ĂŒberprĂŒfen und dabei spielerisch die ersten Erfahrungen mit dem Computer machen.

Ab der 3. Jahrgangsstufe erhalten unsere SchĂŒler Unterricht in der englischen Sprache.
Kinder, die bis zu diesem Zeitpunkt immer noch Schwierigkeiten mit dem VerstĂ€ndnis der deutschen Sprache haben, erhalten zusĂ€tzlich fĂŒr eine gewisse Zeit Förderunterricht im Fach Deutsch.

Blindenschrift

Die Blindenschrift erlernen die Kinder bei uns im klassischen Sinne, d.h. sie lernen zunÀchst an der Punktschriftmaschine die 6-Punkt-Brailleschrift. SpÀter ab der 4. Jahrgangsstufe lernen sie mit dem eigenen PC zu arbeiten und erlernen dabei die Euro-8-Punkt-Brailleschrift.

Talente und FĂ€higkeiten entdecken

Damit unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ihre Talente und FĂ€higkeiten entdecken können, haben wir an unserer Schule spezielle Förderangebote entwickelt. Lesen Sie mehr zu unseren AGs

Mobile Dienste – Inklusion

Unsere Kollegen und Kolleginnen aus den Mobilen Diensten der Zeune-Schule begleiten die Beschulung eines sehbehinderten oder blinden Kindes in der Regelschule. Sie stehen von Anfang an bei der Planung einer neuen Klasse, die ein sehbehindertes oder blindes Kind besuchen wird, zur VerfĂŒgung: Ausstattung des Arbeitsplatzes, Fortbildung der LehrkrĂ€fte und Assistenzen, Beratung der Schulleitungen, Beschaffung von Unterrichtsmaterialien und Hilfsmitteln sind die ersten Schritte. Dann gilt es, durch viele GesprĂ€che und Spiele den Prozess der Gruppenfindung zu unterstĂŒtzen. SpĂ€ter ist es die Aufgabe der Beratungslehrkraft, die blinden oder sehbehinderten SchĂŒler im sogenannten Zweiten Curriculum im laufenden, aber auch nach Bedarf im separaten Unterricht zu unterrichten: Brailleschrift, VergrĂ¶ĂŸerungstechniken, Computerkenntnisse, Orientierung und MobilitĂ€t und Lebenspraktische Fertigkeiten werden vermittelt, damit die SchĂŒler möglichst effizient und selbstĂ€ndig dem Klassenunterricht folgen können. Weiterhin entscheidet die Beratungslehrkraft mit den Lehrern ĂŒber geeignete Unterrichtsinhalte, nötige didaktische Reduktionen und einzusetzende Materialien sowie deren Erstellung u.a. im Medienzentrum der Zeune-Schule.

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