Zwei Jugendliche lesen auf einem Papier einen Text in Brailleschrift

Sekundarschule und Schulabschlüsse

Sekundarstufe I

Die Integrierte Sekundarschule (ISS) umfasst die Jahrgangsstufen 7-10 und schließt mit dem Mittleren Schulabschluss (MSA) oder mit der (Erweiterten) Berufsbildungsreife nach den gültigen Rahmenlehrplänen der Berliner Schule ab. Ebenso ist der Berufsorientierende Abschluss im Förderschwerpunkt „Lernen“ möglich.

Jede:r Schüler:innen arbeitet an einem eigenen Computerarbeitsplatz, der individuell die jeweiligen Bedürfnisse eingestellt ist. Es werden verstärkt Lese- und Schreibtechniken am Computer vermittel und trainiert. Wir arbeiten mit digitalen Nachschlagewerken, Taschenrechnern etc.

Ab der 8. Klasse absolvieren die Schüler:innen jährlich ein Betriebspraktikum, um einen Einblick in das zukünftige Arbeitsleben zu bekommen und eigene Berufsvorstellungen zu entwickeln. Zudem finden zahlreiche Angebote im Bereich der Beruflichen Orientierung statt.

Schüler:innen, die das Fachabitur oder Abitur ablegen möchten, haben bei entsprechenden Schulleistungen die Möglichkeit, ab Klassenstufe 7 als Wahlpflichtfach Französisch als zweite Fremdsprache zu wählen.  Außerdem besteht die Möglichkeit nach Klasse 10 an das benachbarte Fichtenberg-Gymnasium  oder in jede andere gymnasiale Oberstufe zu wechseln, sofern sie die Voraussetzung dafür erfüllen (MSA-GO). Schüler:innen, die eine Ausbildung absolvieren möchten, unterstützen wir bei der Ausbildungsplatzsuche. Gemeinsam finden wir eine berufsorientierende Maßnahme oder anderweitige berufliche Perspektiven. Niemand verlässt ohne Anschlussperspektive unsere Schule.

Zweiter Bildungsweg

Unsere Mobilen Dienste unterstützen blinde und sehbehinderte Menschen, die ihren Schulabschluss an einer Einrichtung des Zweiten Bildungsweges erwerben wollen. Mehr zum Zweiten Bildungsweg lesen hier.

Mobile Dienste – Inklusion

Unsere Kollegen und Kolleginnen aus den Mobilen Diensten begleiten die Beschulung von blinden und sehbehinderten Schüler:innen in der Regelschule. Ab der 7. Klasse sind sie meist mit ihrem Schriftsystem und ihren Hilfsmitteln vertraut und arbeiten weit selbständiger, als in den ersten Schuljahren. Die Beratungslehrkräfte konzentrieren ihre Arbeit stärker als während der Grundschulzeit auf die Beratung der Lehrkräfte, die Auswahl geeigneter Inhalte und deren didaktische Aufbereitung, die Bereitstellung des Materials, den Kontakt zum Medienzentrum und in wenigen Stunden weiterhin die Unterweisung im sogenannten Zweiten Curriculum: Mathematikschrift, Blindenkurzschrift, Schriften anderer Sprachen, Orientierungs- und Mobilitätstraining, PC-Nutzung, ggf. über Sprachausgabe oder Braillezeile (eine Vorrichtung in Verbindung mit dem PC, an der die digitalen Inhalte in der Punktschrift gelesen werden können). Hierbei können die Schüler:innen zu speziellen Themen (10-Finger-Tastschreiben) auch Schüler:innenkurse an der Zeune-Schule zusammen mit anderen sehgeschädigten Schülerinnen und Schülern belegen. Ein wichtiges Arbeitsfeld ist das der Sozialen Interaktion, damit die Schüler:innen sich in ihren Lerngruppen wohlfühlen und sich handlungsfähig erleben können.

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