Zwei Jugendliche lesen auf einem Papier einen Text in Brailleschrift

Sekundarschule und Abitur

Sekundarstufe I

Die Integrierte Sekundarschule (ISS) umfasst die Jahrgangsstufen 7-10 und schließt mit dem Mittleren Schulabschluss (MSA) oder mit der (Erweiterten) Berufsbildungsreife nach den gültigen Rahmenlehrplänen der Berliner Schule ab. Ebenso ist der Berufsorientierende Abschluss im Förderschwerpunkt „Lernen“ möglich.

Jeder Schüler arbeitet an einem eigenen Computerarbeitsplatz, der individuell auf seine Bedürfnisse eingestellt ist. Es werden verstärkt Lese- und Schreibtechniken am Computer vermittelt und trainiert. Es wird mit virtuellen Nachschlagewerken und Lernsoftware gearbeitet.

Ab der 8. Klasse absolvieren die Schüler jährlich ein Betriebspraktikum, um einen Einblick in das zukünftige Arbeitsleben zu bekommen und eigene Berufsvorstellungen zu entwickeln.

Schüler, die das Abitur ablegen möchten, haben bei entsprechenden Schulleistungen die Möglichkeit, an das benachbarte Fichtenberg-Gymnasium zu wechseln.

Schüler können als Wahlpflichtfach u. a. das Fach „Französisch“ wählen.

Beispiele für besondere Förderangebote

  • Instrumentalunterricht für alle, die Freude am Musizieren haben.
  • Chor für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I, die Freude am mehrstimmigen Singen haben und an Instrumentalbegleitung interessiert sind.
  • Torball-AG für Schülerinnen und Schüler, die gerne eine blindenspezifische Mannschaftssportart mit Jung und Alt betreiben wollen.

Oberstufe Gymnasium (zweijährig)

Bei entsprechenden Leistungen können unsere Schülerinnen und Schüler nach der 6. oder 10. Jahrgangsstufe auf das benachbarte Fichtenberg-Gymnasium wechseln. Im Rahmen des „Gemeinsamen Unterrichts“ gehen blinde, sehbehinderte und sehende Schüler hier seit etwa 30 Jahren erfolgreich gemeinsam zur Schule und absolvieren das Abitur. Während dieser Zeit betreuen wir sie weiterhin, um sie bei Fragen zu unterstützen.

Oberstufe Integrierte Sekundarschule (dreijährig)

Unsere Schülerinnen und Schüler können bei entsprechenden Leistungen nach der 10. Jahrgangsstufe in die Einführungsphase (11. Klasse) einer Integrierten Sekundarschule (ISS) oder eines Oberstufenzentrums (OSZ) wechseln. Die Zeune-Schule kooperiert mit verschiedenen weiterführenden Schulen, die Erfahrung mit der Beschulung von blinden und sehbehinderten Schülerinnen und Schülern haben. Im Rahmen des „Gemeinsamen Unterrichtes“ können sie ganz in Ruhe in drei Jahren zum Abitur gelangen. Während dieser Zeit betreuen wir sie weiterhin, um bei Fragen zu unterstützen.

Zweiter Bildungsweg

Unsere Mobilen Dienste unterstützen blinde und sehbehinderte Menschen, die ihren Schulabschluss an einer Einrichtung des Zweiten Bildungsweges erwerben wollen. Mehr zum Zweiten Bildungsweg lesen hier.

Mobile Dienste – Inklusion

Unsere Kollegen und Kolleginnen aus den Mobilen Diensten begleiten die Beschulung von blinden und sehbehinderten Schülerinnen und Schülern in der Regelschule. Ab der 7. Klasse sind sie meist mit ihrem Schriftsystem und ihren Hilfsmitteln vertraut und arbeiten weit selbständiger, als in den ersten Schuljahren. Die Beratungslehrkräfte konzentrieren ihre Arbeit stärker als während der Grundschulzeit auf die Beratung der Lehrkräfte, die Auswahl geeigneter Inhalte und deren didaktische Aufbereitung, die Bereitstellung des Materials, den Kontakt zum Medienzentrum und in wenigen Stunden weiterhin die Unterweisung im sogenannten Zweiten Curriculum: Mathematikschrift, Blindenkurzschrift, Schriften anderer Sprachen, Orientierungs- und Mobilitätstraining, PC-Nutzung, ggf. über Sprachausgabe oder Braillezeile (eine Vorrichtung in Verbindung mit dem PC, an der die digitalen Inhalte in der Punktschrift gelesen werden können). Hierbei können die Schüler zu speziellen Themen (10-Finger-Tastschreiben) auch Schülerkurse an der Zeune-Schule zusammen mit anderen sehgeschädigten Schülern belegen. Ein wichtiges Arbeitsfeld ist das der Sozialen Interaktion, damit die Schüler sich in ihren Lerngruppen wohlfühlen und sich handlungsfähig erleben können.

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